Die Bombardierung Dresdens ab dem 13. Februar 1945 
In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 griffen rund 773 britische Bomber unter der Führung von Marshal of the Royal Air Force Sir Arthur Travers Harris, (13 April 1892 – 5 April 1984), allgemein bekannt als Bomber Harris die Stadt an. Durch die Kombination von Spreng- und Brandbomben entstand ein verheerender Feuersturm. In den folgenden Tagen verstärkten amerikanische Maschinen die Angriffe. Das Ergebnis war die nahezu vollständige Verwüstung der historischen Altstadt. Etwa 80.000 Wohnungen wurden zerstört, und nach zuverlässigen historischen Untersuchungen kamen circa 25.000 Menschen1 ums Leben, denen Goebbels in seiner propagandistischen Verzerrung 200.000 entgegensetzte – eine bis heute aus rechten Kreisen postulierte Lüge. Die Bombardierung Dresdens im Februar 1945 markiert einen der kontroversesten Wendepunkte des Zweiten Weltkriegs. Was militärisch als Unterstützung des Vormarsches der Roten Armee und als Schlag gegen einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt geplant war entwickelte sich zu einer Katastrophe von apokalyptischem Ausmaß. Die Luft brannte wie das höllische Fegefeuer aus Dantes Inferno.
Der Architekt des Bombenkrieges: Sir Arthur (Bomber) Harris
Hinter dieser Effizienz stand Marshal of the Royal Air Force Sir Arthur Travers Harris, ein Mann von mörderischer Konsequenz. Harris hatte die strategische Bombardierung ziviler Ziele perfektioniert, indem er wissenschaftliche Kriterien nutzte, um Zentren auszuwählen, die besonders leicht in Brand gerieten. Für Harris war die Bombardierung eine relativ humane Methode der Kriegsführung, da sie den Krieg beschleunige. Diese Rücksichtslosigkeit forderte jedoch nicht nur deutsche Opfer, sondern kostete auch fast jeden zweiten seiner eigenen Männer im Bomber Command das Leben. 55.000 Männer fanden den Tod.
Verrat durch Premierminister Winston Churchill
Folgerichtig für das Funktionieren militärischer Hierarchien war Harris’ Strategie jahrelang der ausdrückliche Wunsch von Premierminister Winston Churchill. Doch als das Ausmaß der Zerstörung in Dresden international für Entsetzen sorgte, vollzog Churchill eine politische Kehrtwende. Im März 1945 distanzierte er sich von seinem bisherigen Favoriten und hinterfragte, ob die Vernichtung deutscher Städte nur noch dazu diene, den „Terror zu verstärken“. Dieser plötzliche Entzug der Unterstützung glich einem klassischen Verrat an dem Arthur Harris, der die Befehle seines Vorgesetzten ausgeführt hatte. Arthur Harris verließ den Dienst 1945 im Streit und zog sich zurück. Bis heute bleibt die Frage nach seinem Vermächtnis ungeklärt: War er ein effizienter Militärstratege oder die Bombardierung Dresdens mit den bekannten Mitteln ein Kriegsverbrechen? Während die Stadt Dresden jährlich am 13. Februar der Gewalt und dem Leid gedenkt, bleibt die Bombardierung Dresdens ein Symbol für die Grausamkeit des europäischen Bombenkrieges – erst recht von deutscher Seite, Stichwörter Coventry und Rotterdam.
Dresden Heute: Ehemaliges UNESCO Weltkulturerbe (2004-2009)
Die Streichung des Dresdner Elbtals aus dem UNESCO-Weltkulturerbe im Jahr 2009 war die direkte Folge des Baus der Waldschlößchenbrücke. Die Kulturlandschaft des Dresdner Elbtals, welche die barocke Architektur der Stadt mit den weitläufigen Gartenanlagen der Vorstädte harmonisch vereint, war in der Zeit von 2004 bis 2009 als UNESCO-Weltkulturerbe gelistet. Dieses geschützte Gebiet erstreckt sich vom Schloss Übigau im Norden bis hin zum Schloss Pillnitz im Süden und umfasst eine Vielzahl an bedeutenden Monumenten und Parkanlagen aus dem 16. bis 20. Jahrhundert.
Die UNESCO-Kommission kritisierte, dass der Bau der neuen Straßenbrücke die „außergewöhnliche Integrität“ und die landschaftliche Harmonie des Elbtals massiv beeinträchtigte. Das Hauptargument war, dass die Brücke in eine geschützte Kulturlandschaft eingriff, die gerade durch ihre ungestörte Sichtachse und die Integration von Natur und barocker Architektur bestach. Da die Stadt Dresden die Brücke trotz der Warnungen der UNESCO und dem Widerstand von Denkmalschützern baute, entzogen die Experten der Stadt den Status des Weltkulturerbes, da die „außergewöhnliche universelle Bedeutung“ des Ortes durch den modernen Eingriff zerstört wurde.
Gewidmet:
Marie Luise Niehues, geboren am Donnerstag, 9. Oktober 1975 in Düsseldorf, im Alter von 17 Jahren frei von Schuld aus dem Leben geschieden durch Selbstmord, † am Samstag, 13. Februar 1993 in Mayfield, East Sussex, United Kindgdom, leibliches Kind von:
Dr. iur. Wolfgang Niehues, geboren am 30. Januar 1940 in Münster, † 17. Juni 2026 in Düsseldorf.
1 Vgl. Richard Overy: Der Bombenkrieg, Europa 1939-1945. 2014, Berlin.